"Frag nach" - Folge 21 mit Prof. Marcel Romanos zu psychischer Gesundheit bei Kindern
Shownotes
Psychische Gesundheit beginnt nicht erst dann, wenn Hilfe dringend gebraucht wird. Sie beginnt früher: mit Aufmerksamkeit, Prävention, guter Versorgung und dem Mut, offen über Belastungen zu sprechen.
In der neuen Folge von „Frag nach!“ spricht unser Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek mit Prof. Marcel Romanos, Klinikdirektor des Zentrums für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Würzburg und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V..
Es geht um die seelische Gesundheit junger Menschen, um die Verantwortung von Politik, Medizin und Gesellschaft – und darum, wie wir Kinder, Jugendliche und ihre Familien besser stärken können.
Denn wer jungen Menschen Halt gibt, gibt unserer Zukunft Stärke.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich freue mich sehr, dass ich heute hier im Podcast Professor Romanos begrüßen darf.
00:00:05: Wir kennen uns jetzt schon eine Zeit auch wie ich noch Gesundheitsminister in Bayern
00:00:10: war.".
00:00:10: Heute bei FragNach mit Klaus Holetschek – einer der ziemlich genau weiß was in unseren Kindern los ist
00:00:18: wenn TikTok,
00:00:18: Instagram
00:00:19: und Co.
00:00:20: im Spiel sind!
00:00:21: Professor Dr.
00:00:22: Marcel Romanos ist Facharzt für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Direktor an der Uniklinik Würzburg und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychatrie.
00:00:35: Mit ihm sprechen wir heute darüber was Prävention ausmacht und ob ein Social Media Verbot für Kinder oder Jugendliche vielleicht doch einfach gesunder Menschenverstand ist.
00:00:45: Schauen wir heute genauer hin mit Klaus Holetschek und Marcel Romanos
00:00:51: Und vielleicht erzählen Sie uns ein bisschen, was Sie jetzt im Moment machen.
00:00:55: Sie sind ja nicht nur Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie sondern leiten auch verschiedene Fachgesellschaften sind glaube ich unglaublich viel unterwegs.
00:01:04: auch einfach geben sie uns einen Einblick in das, was sie alles so im Moment macht und dann haben wir glaube viele Themen die wir besprechen können, die die Menschen interessieren.
00:01:14: Ja erst mal vielen Dank für die Einladung.
00:01:16: freut mich hier zu sein.
00:01:21: Wenn ich es ganz kurz zusammenfassen soll, was ich mache, dann würde ich sagen, ich bin Lobbyist oder vielleicht sogar Aktivist für Kinder.
00:01:29: Und das ist tatsächlich auch etwas, was mir einfach am Herzen legt, weil wir sehen psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Gefahr.
00:01:40: Wir brauchen Strukturen, wir brauchen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, die sind unsere Zukunft – und wir haben immer weniger!
00:01:49: Vor dem Hintergrund engagiere ich mich in der Fachgesellschaft für Kinder und Jugendpsychiatrie in Deutschland, die DGKJP.
00:01:57: Ich bin ja Facharzt für Kinder- und Jugendpsychatrie.
00:02:00: Das heißt neben meiner Kernaufgabe als Klinikdirektor am Uniklinikum versuche hier über die fachpolitische Ebene die Politik gut zu beraten aber eben auch in verschiedenen Prozessen zu unterstützen das gute Entscheidungen für Kinder getroffen
00:02:19: werden.
00:02:20: Warum ist es eigentlich so, dass diese Erkrankungen immer mehr zunehmen?
00:02:25: Ich bin einer der Baby Boomer Generation und diskutiere dann oft auch mit Gleichaltrigen über die Frage wie das in unserer Zeit war ob's da einfach nicht genug Wissen gab oder ob die Dinge anders waren, ob heute die Gesellschaft anders ist Digitalen Medien.
00:02:46: Warum haben diese Erkrankungen so schnell zugenommen und nehmen immer noch weiter zu?
00:02:54: Das ist eine einfache Frage auf ein ganz kompliziertes Thema, weil es mehrschichtig ist.
00:03:00: aber wenn man versucht das runterzubrechen dann müssen wir erstmal feststellen, wenn wir solche Fragen zu Beantworten versuchen versuchen wir Studien zu machen.
00:03:14: die Erde ist keine Studie.
00:03:16: Das heißt, wir haben keine Möglichkeit hier eine Kontrollbedingung zu schaffen.
00:03:21: Was auch immer passiert und wie sich es entwickelt – da gibt's keinen Plan B oder zweite Erde.
00:03:27: Deswegen ist das so kompliziert.
00:03:29: Aber wir können doch aus verschiedensten Studien nachvollziehen dass für Kinder einiges Schwieriges im Augenblick.
00:03:38: Wir sehen, dass sich Rahmenbedingungen verändert haben Haltungen verändert haben.
00:03:45: Wir sehen, dass der Einfluss auf Kinder sehr viel schnelllebiger und intensiver geworden ist – Stichwort soziale Medien!
00:03:52: Wir sehen das die Familienstrukturen sich verändert haben was
00:03:57: auch
00:03:58: erfordert, dass andere soziale Institutionen wie Schule und anderes Entwicklungsaufgaben haben, die noch lange nicht abgeschlossen sind.
00:04:09: Aber wir sehen auch, dass unsere Therapie und unsere Diagnostik besser geworden ist.
00:04:14: Das bedeutet was wir nicht vergessen dürfen ist das Anstiege auch bedeuten können, dass wir besser in der Versorgung geworden sind.
00:04:23: Und ich denke all diese Faktoren und noch viele andere spielen zusammen und ergeben dieses Bild Dass wir erkennen, dass sehr sehr viele Kinder und Jugendliche psychisch belastet sind.
00:04:35: Welche Rolle hat denn die Pandemie da gespielt?
00:04:39: heißt diskutiert und hoffentlich kommt sie nicht wieder.
00:04:44: Sagen viele, sagen nicht alle.
00:04:47: Manche Kinder sind ja wunderbar durch die Pandemie gekommen.
00:04:51: Privilegierte Kinder, Kinder
00:04:53: auch
00:04:54: wie meine Kinder haben das gut überstanden wo man froh sein kann.
00:04:58: wir wissen dass einfach sehr viele Kinder da auch sehr gelitten haben und ein Kind das bereits vorher schon ängstlich war vielleicht wenige Freunde hatte und wenn es dann in eine Situation kam, dass die alleinerziehende Mutter jeden Tag zum Arbeiten gehen musste.
00:05:14: Online Beschulung technisch nicht richtig funktioniert hat.
00:05:17: Niemand da war zum Treffen und zum Spielen.
00:05:20: diese Kinder sind Monate lang mehr oder weniger auf sich allein gestellt gewesen.
00:05:24: Und da gab's deutlich mehr als wir denken.
00:05:28: Insofern sehen wir das in der Pandemie eigentlich ne Beschleunigung sich eingestellt hat Intensivierung der Probleme und das insbesondere.
00:05:39: wir sehen, dass auch eine gewisse Schere aufgegangen ist.
00:05:42: Das heißt die, die vor Schwierigkeiten hatten haben stärker gelitten als diejenigen denen es vorher
00:05:49: gut ging.
00:05:51: Wenn Sie jetzt das Thema aus der Perspektive welche Therapieangebote haben wir?
00:05:57: wenn die Erkrankungen ja immer mehr zunehmen dann ist auch der Bedarf nach Therapie wird größer.
00:06:03: Wie schätzen Sie das im Moment ein, die Defizite ambulant stationär?
00:06:08: Wir reden ja jetzt auch über die Frage zum Beispiel der Honorarverkürzungen im Bereich der Psychiater.
00:06:16: Wie ist es im Moment aus Ihrer fachlichen Sicht zu sehen?
00:06:21: Also da gibt's mindestens zwei Ebenen wie man es beantworten könnte.
00:06:25: Die eine Ebene ist wenn ein Kind vor einem steht dass dem es nicht gut geht Und man möchte dem Kind helfen, dann hält man es kaum aus dass es Wartezeiten gibt.
00:06:38: Das ist immer zu nahe schwierig und das ist auch was wo wir wirklich besser werden müssen.
00:06:46: Wir sehen auf der anderen Seite dass wir im Augenblick so eine Entwicklung haben wo es ja um Ressourcenallokation geht.
00:06:52: also wo
00:06:53: setzt man das Geld, das wird zur Verfügung.
00:06:56: Und es ist immer noch erheblich, ich sage jetzt nicht so dass wir in Deutschland plötzlich arm geworden sind aber wie können wir dieses Geld möglichst sinnvoll einsetzen und möglichst viele Kinder gut versorgen zu können?
00:07:09: Insofern haben wir hier zwar Engstellen auf der einen Seite, wir müssen uns aber auch immer klar machen viel längere Wartezeiten haben, da gibt es gar keine oder nur eine Handwerkpsychotherapie.
00:07:24: Ist das so in anderen
00:07:25: Ländern?
00:07:26: Das ist ganz sicher so und wir sehen dass natürlich in sich entwickelnden Ländern großen Ländern in Afrika gibt's teilweise drei Kinder- und Jugendpsychater für fünf Millionen Einwohner.
00:07:40: Das kann man sich gar nicht vorstellen.
00:07:43: Insofern haben wir hier sicherlich gute Voraussetzungen Aber wir werden ein Stück weit erschlagen, auch von einer Anspruchnahme.
00:07:51: Das heißt ich jetzt als Arzt aber auch die Kollegen in der psychologischen Psychotherapie, aber auch in den Beratungsstellen, in den sozialen, sozialperdiatrischen Zentren und vielen anderen, die Kinder versorgen, merken einfach wie hoch der Druck ist in der Bevölkerung auch da diejenigen, die am schwersten betroffen sind, am schnellsten hinten runterfallen.
00:08:17: Es bekommen also immer noch am leichtesten die einen Platz in der Versorgung, die an wenigstens stark betroffen ist und das ist schon ein grundsätzliches
00:08:28: Problem.".
00:08:30: Bayernfakten.
00:08:32: Wie steht es um Gesundheitsprävention im Freistaat?
00:08:36: Mit dem Masterplan Prävention setzt Bayern über zweihundertundfünfzig Maßnahmen um von gesunden Lebensstil und Früherkennung bis zur Stärkung der Gesundheitskompetenz über alle Lebensphasen hinweg.
00:08:49: Damit sollen Präventionprojekte nicht nur Modell bleiben, sondern im Alltag der Menschen ankommen.
00:08:55: Beim digitalen Kinderschutz ist das bereits ganz konkret – in Bayerns Schulen gibt es ein Handyverbot bis einschließlich der siebten Klasse!
00:09:04: Und mobile Geräte im Unterricht
00:09:05: gibt's nur
00:09:06: wenn sie pädagogisch sinnvoll sind
00:09:08: und von Lehrkräften
00:09:09: erlaubt.
00:09:10: Bayern geht beim Thema Prävention also schon mächtig voran.
00:09:14: Die spannende Frage ist, wie weit müssen wir bei dem
00:09:17: Thema Social
00:09:18: Media noch gehen
00:09:19: um Kinder und Jugendliche
00:09:20: wirklich zu schützen?
00:09:22: Wir kriegen ja die Diskussionen mit, die gerade da sind – ich habe vorher extra Tonorak-Kürzungen, die auch in diesem Bereich im Moment da sind weil die Kassen sagen das System passt ja gar nicht mehr so und es braucht man geil.
00:09:34: auf der einen Seite sehe ich viele, die jetzt an sich an die Politik wenden und sagen ihr müsst da was tun Gar nicht mehr so einfallen in unserem komplexen System der Selbstverwaltung, wo ja die Honorare zwischen den einzelnen ausgehandelt werden an Schiedstellen noch funktionieren.
00:09:47: Wir haben das jetzt gerade im anderen Bereich der Beleghebahmen gesehen.
00:09:50: Politik soll eingreifen kann aber gar nicht mehr richtig weil man das sehr aus der Hand gegeben hat.
00:09:55: und wie reagieren wir denn jetzt auf diese Fragen?
00:09:57: Gerade in diesem Bereich wenn das jetzt zunehmende Erkrankungen sind, wir Angebote brauchen Und wir auch wissen, dass das ja auch eine Langzeitwirkung dann hat in die Gesellschaft rein.
00:10:09: Möglicherweise sogar volkswirtschaftliche Schäden wenn Menschen sagen ich komme nicht mehr zurecht mit meinem Leben und ich kann nicht arbeiten oder da gibt es ja alle möglichen Formen.
00:10:18: wie reagieren wir?
00:10:19: Was wäre Ihre Meinung nach des Richtige im Moment?
00:10:24: Die Ideen die diskutiert werden zu dem Thema werden tatsächlich seit über fünfzig Jahren diskutiert.
00:10:34: Also wenn man in die Psychiatrie-Enquette schaut, das war so eine Fünfe und Siebzeherscheinung.
00:10:39: Die in den massive Verbesserungen der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland gebracht hat allerdings über Jahrzehnte hinweg dann sieht man dass hier sehr viele Ansätze waren die heute immer noch gelten nämlich wir müssen eine wohnortnahe Versorgungs haben Wir brauchen eine stärkere Fokussierung auf die Region.
00:11:02: Neben Klinik brauchen wir kliniknahe Möglichkeiten für ein lebenswertes Leben.
00:11:09: Wir bauen Spezialangebote für besonders betroffene Gruppen wie Kinder, Suchterkrankte und Menschen mit Behinderung die psychisch erkrankt sind.
00:11:19: also all diese Forderungen die damals aufgestellt worden sind und festgestellt wurden die gelten tatsächlich heute noch viele Angebote in dem System und die Angebote sind sehr zersplittert, und es ist in jeder Region in Deutschland unterschiedlich gelöst.
00:11:41: Das heißt ob ein Kind von einer Beratungsstelle dann an den Facharzt für Kinderjugendpsychiatrie kommt?
00:11:49: Ob der Facharz dann weiter verweist an den kinderjugendlichen Psychotherapeuten?
00:11:55: Pediatrie und die Kinder- und Jugendpsychiatrie gut miteinander arbeiten.
00:11:59: Und ob die Klinik der stationäre Sektion mit dem ambulanten Gutzusammenarbeitet.
00:12:04: Wir haben so viele Schnittstellen, dann gibt es ja noch im Sozialgesetzbuch den ganz anderen Bereich, nämlich die Jugendhilfe mit allen Angebunden.
00:12:12: Das bedeutet wir haben zersplittert das System und wie die Kinder versorgt werden ist im Augenblick regional Zufall.
00:12:21: Da brauchen klare Wege und wir brauchen ein gestuftes Versorgungssystem, das ineinander greift.
00:12:29: Und da müssen wir aus meiner Sicht einige regulatorische Schritte vornehmen die eine Konvergenz hin zu diesem System dann in der Zukunft bedeuten.
00:12:41: Ein Beispiel – Wir haben Modellprojekte insbesondere in der Erwachsenenpsychiatrie aber auch in der Kinder-Jugendpsychatrie gemacht mit einem Regionalmodell wo einer Region für eine Klinik, das ist bereits jetzt so einer klinik zugeordnet ist.
00:12:58: Die Klinika kann mit ihrem Budget selbst entscheiden ob sie die Kinder und Jugendlichen ambulant stationär tagesklinisch versorgt.
00:13:10: alles ist möglich aber Sie sind für die Region zuständig.
00:13:14: wenn wir die Freiheit hätten bin ich mir sicher wir würden Betten abbauen.
00:13:19: Ich bin mir sicher wie könnten mehr Kinder und Jugendliche versorgen?
00:13:22: Und in der Erwachsenenpsychiatrie hat die Evaluation von diesen Projekten gezeigt, dass etwa fünfzehn Prozent mehr Patienten versorgt werden konnten nach Leitlinie gegenüber dem alten Modell.
00:13:35: Warum machen wir es dann?
00:13:37: Wir haben bis heute keinen Kontrahierungszwang auf Bundesebene.
00:13:42: Wir brauchen immer noch die Zustimmung von jeder einzelnen Krankenkasse.
00:13:48: Das müssen wir regulatorisch ändern Und wir brauchen auch ein bisschen Mut, weil natürlich im Augenblick für einen Träger und auch die Trägarlandschaft ist sehr divers.
00:14:00: Es ist ein Risiko dargestellt von der Bettenlogik auf eine Regionallogik umzustellen.
00:14:08: Insofern denke ich müssen wir hier auch ein Stück weit top down und ich glaube so wie jetzt auch Frau Wagen das auf Bundesebene gemacht hat nur so wird es gehen.
00:14:17: man muss paar harte Entscheidungen treffen, aber wir müssen etwas tun weil die Kosten galoppieren ganz objektiv davon.
00:14:27: Aber das würde eigentlich heißen dass es mehr Flexibilität im System geben?
00:14:31: Richtig!
00:14:32: Mehr Vertrauen in die Strukturen die dann selber aufsteuern und letztendlich sogar wenn sie sagen die Evaluation hat dass ergeben erfolgreicher sind bei mehr Patientinnen und Patienten behandelt werden.
00:14:43: also eigentlich wenn ein Modellprojekt ist ja das was ich auch immer wieder sage Auch bei anderen Themen, wir haben ja gerade so ein Modell- und Erprobungsgesetz auch auf dem Weggeber.
00:14:51: Da müsste man doch sagen wenn es erfolgreich ist dann führe ich das in die Regelversorgung über.
00:14:56: Sie sind vollkommen recht!
00:14:57: Ich bin einverstanden und ich würde auch sagen dass wir gar nicht allein sind mit der Einschätzung sondern das ist vielfach formuliert worden.
00:15:07: aber es gibt so viele Detaillebenen an denen das hängt Und insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass das dauert.
00:15:15: Meine Wahrnehmung ist, dass wir jetzt eine gewisse Chance haben mit den Klammenkassen weil das sind dann die Augenblicke wo möglicherweise die unbequemen Entscheidungen getroffen werden müssen.
00:15:26: In dem Kontext nochmal die Frage Wir leben ja in einem Zeitalter wo auch Telemedizin inzwischen eine Rolle spielt Wo ich gehört habe, dass auch viele über die KI fragen wie gehe ich mit bestimmten Problemen über?
00:15:39: gerade jetzt irgendwie gelesen dass die Menschen mit ihrer KI sprechen, auch wenn sie psychische Probleme haben.
00:15:46: Das ist ja sowieso immer mehr zu... hilft uns das?
00:15:49: Oder bringt es wieder andere Probleme, die dann am Ende des Tages nicht bewältigt werden können?
00:15:57: Also da ein ganz interessanter Punkt.
00:16:01: und es gibt mittlerweile doch eine ganze Reihe von Fallberichten und der Wahrnehmung und Statistiken, die zeigen viele, viele Sprechen sehr offenherzig und sehr einfach mit den üblichen KIs über ihre Schwierigkeiten.
00:16:19: Und es gibt viele, die auch das als sehr hilfreich wahrnehmen.
00:16:25: Ich meine der ganz offensichtliche Punkt, der glaube ich jedem schon mal aufgefallen ist wenn er damit gearbeitet wird, die KI ist immer nett zu einem.
00:16:33: Und egal was man sagt sie validiert einen enormen, das sind ganz zentrale Mechanismen, die wir auch in der Psychotherapie anwenden.
00:16:40: Insofern Fühlt man sich besser danach als vorher?
00:16:45: Und in vielerlei Hinsicht gibt es natürlich auch hilfreiche Hinweise von der KI.
00:16:52: Es gibt aber viele Beispiele, die zeigen das kann ganz schön schief gehen und so eine KI kann einen wirklich auf ne falsche Pferde führen.
00:17:00: und da gibts Einzelfallberichte, die dann nicht gut ausgegangen sind.
00:17:05: Aber was wir glaube ich nicht weg diskutieren können Das sind sehr fähige Tools und wenn die trainiert sind auf dezidierte Psychotherapie, werden sie in zunehmend größeren Bestandteil bekommen.
00:17:23: Und für viele ist es auch etwas was sie als positiv wahrnehmen.
00:17:28: Sie können dann reden wenn sie wollen.
00:17:31: Die Person die da sozusagen fiktiv hinter der KI steht hat immer Verständnis und das ist natürlich auch so dass es vielen einfacher fällt, mit einer virtuellen Person sich zu unterhalten als dann tatsächlich so einen Therapeuten wie mich vor sich sitzen zu haben.
00:17:52: Das kann in manchen Fällen nicht nur Spaß machen.
00:17:55: Psychotherapie ist anstrengend.
00:17:58: Ist das ein Modell gegen Einsamkeit?
00:18:00: Tatsächlich weil ich ja in meiner Zeit auch immer festgestellt habe, junge Menschen sind zunehmend einsam und nicht nur ältere.
00:18:06: Also jemand zu haben, mit dem ich sprechen kann und der dann auch noch freundlich ist.
00:18:09: Und zugewandt möglicherweise wird sich alles weiterentwickeln in irgendeiner Art und Weise?
00:18:15: Ich denke es kann erstmal den Anschein haben als dass das auch für Einsamkeit hilft aber faktisch ist man ja trotzdem nur mit sich allein.
00:18:25: also da würde ich lieber zum Tierheim gehen, zum Lokalen Ein Hund ausführen, einmal über die Hunde wie sie laufen und dann hat man sie in Neuleutel kennengelernt.
00:18:36: Oder
00:18:36: in einen Verein eintreten zum Beispiel?
00:18:38: Oder im Verein einteilen.
00:18:39: also ich glaube da gibt es einfach effektivere Möglichkeiten.
00:18:44: Ich würde wenn diese Tools so ausgearbeitet sind dass sie tastlich psychotherapeutisch wirksam sind Es ist wichtig das sie auch immer noch verordnet werden Und dass es ein gewisses regulativ wird das nicht nur sozusagen im freien Feld passiert Und da wird es auch sehr wichtig sein, dass diese Tools auch erkennen müssen.
00:19:06: Wann an welcher Stelle schalten Sie sich ab und geben den Hinweis?
00:19:09: Und jetzt gehen sie bitte zum echten Therapeuten weil ich komm hier so nicht weiter.
00:19:15: Also die technischen Fragen müssen gelöst werden aber ich bin mir sicher das bei der Rate der Entwicklung das nicht mehr solange dauern wird.
00:19:22: Jetzt müssen wir natürlich noch zwei Themen ansprechen, an denen kommen nicht vorbei.
00:19:27: Ein Thema das mich nach wie vor begleitet ist das Thema der Cannabis-Legalisierung.
00:19:33: Kann mir nur gut erinnern, wie Sie damals ja auch ins Gesundheitsministerium gekommen sind zum Thema Prävention dass sie Modelle gehabt haben was wir da tun sollten.
00:19:42: können Sie jetzt mal so ein bisschen ein kleines Fazit geben?
00:19:45: es sind ja verschiedene Bereiche jetzt schon immer wieder dargestellt worden aus Sicherheitsbereichen Kriminalität, aber das Thema der Psychose war ja immer eines des Zentraljahres auch da mitgespielt hat.
00:19:59: Wie ist denn im Moment Ihre Einschätzung und was ist notwendig oder wo stehen wir?
00:20:07: Die Einschätzungen von mir hat sich nicht grundsätzlich geändert und um das einfach nur noch mal klar zu machen ich bin nicht der Meinung dass Erwachsene Menschen, die Cannabis konsumieren kriminelles sind.
00:20:20: Ich glaube das ist
00:20:23: auch
00:20:24: in der Gesellschaft nicht mehr zu verantworten.
00:20:27: aber ich glaube die Art und Weise wie diese Entkriminalisierung wie es immer genannt wird oder auch Legalisierung Wie die vonstatten gegangen ist sie auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen durchgeführt worden.
00:20:43: Zahlen, die wir im Augenblick haben geben jetzt noch nicht wieder das es zu einer relevanten Zunahme von Cannabis-Konsum gekommen ist.
00:20:54: Wobei man natürlich auch sagen muss dass es noch nicht sehr lange her ist und beispielsweise gibt es in manchen Bundesländern, und ich glaube Bayern gehört dazu.
00:21:05: Gibt's zum Beispiel auch noch gar keine Laufenden oder nur sehr wenige von den laufend Cannabiskups?
00:21:10: Das bedeutet die Welle kommt erst noch!
00:21:13: Was ich sagen kann ist... Ich steig jetzt gerade eben hier auf dem Weg nach München von Würzburg am Hauptbahnhof aus und laufe den ICE entlang vor zum Ausgang und während der gesamten Strecke läuft ein junger Mann durch die Massen mit einem Joint in der Hand, an Kindern vorbei und Erwachsenen vorbei.
00:21:35: Ich habe die ganze Zeit Cannabis-Duft in meiner Nase gehabt während ich am Münchner Hauptbahnhof angekommen bin also ganz klar auch entgegen der geltenden Gesetze was man einfach dann auch nicht vollumfänglich kontrollieren kann.
00:21:51: Und das bedeutet, wir haben es mit einer Normalisierung zu tun, aber es ist allgegenwärtig egal wo man ist, egal an welchem Bahnhof man aussteigt.
00:21:59: also um jetzt München hier in Schutz zu nehmen – das ist an jedem anderen in Deutschland genauso und wir werden am Ende die riesigen Werden steigen.
00:22:09: Wir haben das gesehen in Niederlanden beispielsweise Psychosen, Schizophrenien hochgegangen ist und nach allem was wir sagen können und ableiten können aus diesen Daten sind es zusätzliche Erkrankungen die nicht aufgetreten wären ohne den Cannabis-Konsum.
00:22:29: Und nicht jeder Mensch der Cannabis konsumiert wird schizophrenen.
00:22:33: das ist auch falsch das darzustellen.
00:22:35: aber wir sehen dass es breite Effekte hat und wenn so viele konsumieren wird's auch gesamtgesellschaftliche Effekten haben nach wie vor auf uns zukommen.
00:22:45: Ich bin immer noch sehr betrübt darüber, dass wir es nicht geschafft haben.
00:22:50: Cannabis-Konsum für Erwachsene – wenn sie das denn machen wollen zu ermöglichen aber gleichzeitig Kinder und Jugendliche zu schützen, das irritiert mich weiterhin.
00:23:01: Deswegen setzen Sie auch weiterhin auf Prävention weil Sie das Risiko ja sehen und immer auch beschrieben und auch die Frage, was im Gesundheitssystem daraus möglicherweise auch an Druck entsteht.
00:23:13: Ich bin da ja mit Bezirkskrankenhäusern immer wieder im Austausch.
00:23:16: Das ist ja auch Schildern, dass Themen kommen, die vorher nicht so da waren.
00:23:21: Also das Thema Prävention spielt ja in allen Bereichen.
00:23:24: Wir brauchen im Gesundheitsystem auch ein paar Digmenwechsel zur Mehrprävention.
00:23:28: aber gerade da wäre es wichtig oder?
00:23:32: Wir haben jetzt gerade eben die deutsche Gesellschaft für Prävention gegründet und ich darf als Präsident der neuen Fachgesellschaft auch zu Ihnen sprechen.
00:23:41: Und das ist ein Thema, das wird mich auch weiter begleiten es wird uns weiter begleiten weil wir nicht nur im Bereich Cannabis Drogenkonsum sondern überhaupt des Thema Präventions einfach schlauer und effektiver einsetzen müssen in der Zukunft.
00:23:57: Es gibt Modellrechnungen für die frühen Hilfen.
00:24:01: Die frühen Hilfen, das heißt wenn ein Kind geboren wird und junge Eltern Unterstützung brauchen aber das Kind eine Entwicklungsproblematik hat oder Eltern da auch überfordert sie möglicherweise auch psychisch unter Druck und Belastet sind.
00:24:15: Diese frühe Interventionen zahlen sich tausendfach später aus
00:24:21: d.h.,
00:24:21: was wir früh einsetzen monetär werden wir tausendefach sparen.
00:24:28: Wir brauchen auch tatsächlich mehr von diesen Analysen, um das gut belegen zu können und deswegen müssen wir Präventionsforschung machen die am Ende uns auch tatsächlich harte Daten liefert.
00:24:40: Was bringt ein Programm wenn wir es flächendeckend einführen?
00:24:46: Und wie viel Geld können wir am Ende auch damit sparen?
00:24:49: Ich denke erst mal nicht ans Geld als Arzt.
00:24:52: Ich denke erstmal an die Kinder und ich freue mich, wenn die Kinder dann eben nicht kanabis konsumieren, nicht Ängste entwickeln, nicht depressiv werden keine Psychose ausbrüten.
00:25:03: aber auf der anderen Seite müssen wir natürlich auch sehen dass wir am ende dann unsere Kassen weniger belasten werden.
00:25:12: Der Schritt in das nächste Thema ist gar nicht so weit weg, weil es auch um Sucht geht.
00:25:16: und ein Thema, das Sie dankenswerterweise auch bei uns in der Fraktion schon mal dargestellt haben.
00:25:21: Da sind sie auch politisch beschäftigt, Social Media – was passiert da?
00:25:25: Ich kann mich noch erinnern an das Wort, dass wir lauter digitale Autisten auch erzeugen in der Zukunft.
00:25:32: Wir haben ja da eine doppelte Diskussion über die Frage Verbot altersbeschränkungen Auf der anderen Seite Diskussion, Verantwortung der Eltern, Plattformbetreiber in die Pflicht zu nehmen.
00:25:43: Da gibt es ja auch ganz unterschiedliche Wertungen, die da
00:25:46: sind.".
00:25:47: Aber trotzdem passiert im Moment was in der Gesellschaft, wo glaube ich die Überschrift sein muss.
00:25:52: Wir müssen Kinder und Jugendliche schützen.
00:25:55: Das ist auch für mich persönlich ein hoher Wert.
00:25:59: Deswegen würde mich jetzt nochmal Ihre Einschätzung dazu interessieren.
00:26:03: Was ist notwendig?
00:26:05: Wie sehen Sie das Gesamtsystem?
00:26:07: Können wir überhaupt Dinge durchsetzen – es kann ja auch umgangen werden oder was ist da im Moment im Gange und wo würden sie
00:26:15: ansetzen?".
00:26:18: Wenn Sie mich vor eineinhalb Jahren gefragt hätten, dann hätte ich gesagt also so ein Verbot oder eine Regulation in irgendeiner Form muss das sein.
00:26:31: Das hilft doch nichts!
00:26:34: Die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen haben ähnlich argumentiert.
00:26:37: mittlerweile kenne ich niemand mehr in meinem Fach der sagt wir brauchen kein Verbot.
00:26:42: da hat sich auch tatsächlich jetzt noch mal was geändert weil wir in der klinischen Versorgung sehen, dass dieses Thema so problematisch ist und so viele Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung gefährdet.
00:26:56: Dass wir den Eindruck haben Wir müssen jetzt in dem Augenblick alle Register ziehen!
00:27:03: Wir müssen noch mal alles probieren Und gibt eine große Stellungnahme auch von den Kinder- und Jugendpsychiatrischenverbänden, wo wir das nochmal sehr klar zusammengefasst haben.
00:27:13: Wo wir auch sagen bis vierzehn gar kein Social Media, vierzehnt bis sechzehn nur gut kontrolliert und eingeschränkt und absechzehnten Freigabe, wobei wir da verschiedene Ebenen sehen müssen wie es tatsächlich schädlich wirkt auf unsere Kinder?
00:27:33: Wenn man das mal durchdenkt, diesen Begriff digitale Autisten.
00:27:38: Das sind wir vorsichtig als Kinder- und Jugendpsychiatoren, wenn wir es sagen mit diagnostischen Begriffen arbeiten aber was damit gemeint ist dass wir sehen das das Verhalten von Kindern sich ändert wenn sie viel Social Media konsumieren.
00:27:53: und da gibt es mittlerweile gute Verlaufsdaten Medien Nutzungsstudie von den Kollegen aus Hamburg vom Deutschen Center für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters.
00:28:03: Was sieht man, dass die Rate der Kinder, die eine problematische Nutzung haben auf über zwanzig Prozent hochgegangen ist in den letzten Jahren.
00:28:12: Also ein steiler Anstieg und das bedeutet, dass diese Kinder schon wirklich Gefahr laufen suchtartiges Verhalten zu zeigen.
00:28:22: Ähnlich, also die gleichen Suchtkriterien, die wir bei der Alkoholmessbrauch und bei der Akkulabhängigkeit allen oder Objarten bei anderen Drogen.
00:28:31: So wird soziale Medien genutzt.
00:28:34: Und dieses Verhalten ist hochproblematisch weil viele, viele Stunden jeden Tag damit verbracht werden.
00:28:41: Und das zweite Punkt ist dass darüber natürlich auch sehr viele hoch problematische Inhalte an unsere Kinder herankommen von Extremismus über selbstschädigendes Verhalten, Induktion vom Problemverhalten.
00:28:57: Wir wissen Essstörungen können ganz nachhaltig befördert werden durch die sozialen Medien.
00:29:03: Das heißt wir sehen echte Effekte in der Versorgung?
00:29:08: Ich glaube man muss das wie Sie es jetzt beschrieben haben sehr ernst nehmen.
00:29:13: Wir müssen allerdings trotz allem parallel auch die Plattformbetreiber aus meiner Sicht versuchen in eine Pflicht zu nehmen und auf der anderen Seite ist das Thema der Eltern ja schon auch von einer gewissen Relevanz.
00:29:27: Aber wie würden Sie denn das einschätzen?
00:29:30: Mir hat unnächst mal jemand gesagt, naja ich bin ein Stück weit überfordert mit der Thematik weil ich auch merke dass Eltern das unterschiedlich handhaben Und dass da der Wunsch da ist, das der Staat tatsächlich so oft es sich ja auch raushalten sollte eigentlich.
00:29:45: Das ist ja auch ein Thema... Wir wollen ja auch, dass der Staat denn überall reingeht.
00:29:49: Dieses Thema was muss ich regulieren und wo sollt' ich eher mich wieder rausnehmen?
00:29:54: Ist ja durchaus eines des man sehr differenziert sehen kann.
00:29:57: Und wo ich eher für den Freiheitsbegriff immer bin aber in dem Fall merke ich, dass viele Eltern auch diesen Wunsch haben, dass Der Staat da tatsächlich einem Vlog einrahmt oder?
00:30:08: Also zu den zwei Punkt, nämlich wie kann man die Plattformen in die Pflicht nehmen?
00:30:14: Altersverifikation, Klarnamen.
00:30:16: All die Diskussion da bin ich sehr, sehr dafür.
00:30:19: Ich glaube das würde auch den gesamten Ton im Internet deutlich verbessern und ein Stück weit auch von dieser, ich sag mal Polarisierung oder Polymisierung ein Stück weiter drunter drehen würde uns allen helfen egal in welchem Alter.
00:30:34: Was die Eltern angeht, sehe ich das auch so.
00:30:37: Dass die Eltern nicht aus der Pflicht rausgenommen werden können.
00:30:41: aber es gibt hier tatsächlich ein flächendeckendes Problem dass wir keine keine ausreichenden Wahrnehmung für die Gefahren haben.
00:30:52: Eltern den zwölfjähriges Kind haben Das in einer Großstadt wie München unterwegs ist und die Eltern wissen nicht wo Ihre Tochter ist, da würde man sagen das ist vielleicht jetzt nicht optimal her.
00:31:07: Das würde man schon nochmal thematisieren mit den Eltern und sagt schaut mal ein bisschen besser nach eure Tochter.
00:31:15: was machen wir im digitalen Bereich?
00:31:18: Wir wissen... ...fünfundzwanzig Prozent der Kinder in Deutschland zwischen acht und siebzehn sind im Internet von einem Erwachsenen, den Sie nicht kennen, schonmal aufgefordert worden sich mit ihnen außerhalb des Internets zu treffen Und zwanzig Prozent der Kinder zwischen acht und siebzehn sind von einem Erwachsenen, den Sie nicht kennen aufgefordert worden, von sich Fotos zu schicken.
00:31:44: Das heißt das was wir im echten Leben für selbstverständlich halten bei achtjährigen Kindern die dann schon auch in den sozialen Medien unterwegs ist muss im digitalen Raum genauso gelten.
00:31:57: also cyber grooming und die Möglichkeit dass Menschen die ganz klar die aus sind, also Kontakt zu Minderjährigen zu bekommen.
00:32:09: Dass das so leicht ermöglicht wird ohne irgendwelche Konsequenzen – das müssen wir systematisch unterbinden und dann müssen wir sowohl die Betreiber als auch die Eltern mit denen die Pflicht nehmen.
00:32:20: Ich nehme es so wahr!
00:32:22: Wir müssen Signal setzen und zwar normativ, regulatorisch.
00:32:27: Wir haben hier ein Problem Und das muss auch für die Eltern noch mal transparent werden und ich höre von vielen Eltern, dass sie überfordert sind mit der Kontrolle.
00:32:37: Weil ich kriege meinen Kalender schon kaum auf die Reihe wenn ich dann auch noch sozusagen alles überprüfen muss was das Kind macht und ich muss mich mit den Kontrolleinstellungen auseinandersetzen was auch nicht selbstverständlich ist.
00:32:49: viele Eltern sagen Ich schaffe es nicht!
00:32:52: Und das höre ich auch, viele Eltern sagen wir wären total erleichtert wenn es eine klare Regelung gibt und dann habe ich was woran ich mich orientieren
00:33:02: kann.
00:33:04: Also der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss nicht nur analog sondern auch digital eine tatsächlich große Bedeutung für uns haben auch in der Politik.
00:33:14: Das sehe ich auch so und ich glaube das was Sie beschrieben haben ist eine Entwicklung die tatsächlich zugenommen
00:33:19: hat ja
00:33:20: und jetzt auch Irgendwann in einer Frage münden muss, wie wir das regeln.
00:33:26: Also ich denke der Handlungsdruck ist schon da an dieser Stelle.
00:33:30: Ich sehe es genauso und Wir mussten auch dazu lernen.
00:33:35: In allen Bereichen Auch in der Pädagogik hat sich da sehr viel getan Und die nur dass nicht falsch verstanden wird.
00:33:43: viele sagen ja wir brauchen eher Medienkompetenz.
00:33:46: Da stimme ich vollkommen zu.
00:33:50: Nur der Zug, dass wir damit das Problem lösen ist abgefahren.
00:33:55: Wir werden es auch weiterhin brauchen und müssen unsere Kinder auch weiterhin fit machen aber das wird nicht reichen.
00:34:03: Also es bleibt eine Herausforderung in vielen Bereichen Therapieangebote Zeiten die herausfordernd sind, die auch neu sind Und deswegen danke ich Ihnen sehr herzlich für das Gespräch und auch für Ihren Einsatz an den verschiedensten Stellen gerade bei der Prävention Und nehmt den Handlungsauftrag in die Politik durchaus an und auch mit herzlichen Dank.
00:34:26: Ich danke Ihnen ganz herzlich!
Neuer Kommentar